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Photovoltaik-Module in langen Reihen auf einem Dach

Ratgeber · Photovoltaik

Was kostet eine PV-Anlage mit Speicher?

Preise je kWp und je kWh aus echten Angeboten, ein Rechenbeispiel und die Regeln, die 2026 in Baden-Württemberg gelten.

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AE Automation & Elektro, Bad Saulgau · Stand: 15. Oktober 2026

Kurz gesagt

Die Verbraucherzentrale hat 71 echte Angebote ausgewertet: Eine Anlage mit 9 bis 10 kWp kostete im Schnitt rund 1.410 Euro pro kWp, ohne Speicher. Speicher mit 6 bis 8 kWh lagen bei rund 480 Euro pro kWh. Für ein typisches Einfamilienhaus mit 10 kWp und 6 kWh ergibt das rechnerisch rund 17.000 Euro, auf Wohngebäuden ohne Umsatzsteuer.

Preise für die PV-Anlage je kWp

Die Verbraucherzentrale hat zwischen Januar 2025 und August 2026 71 echte Angebote für PV-Anlagen ausgewertet, ohne Speicher. Das Ergebnis: Je größer die Anlage, desto günstiger wird jedes Kilowatt Peak.1

AnlagengrößeDurchschnitt pro kWp
4 bis 6 kWprund 2.090 Euro
8 bis 9 kWprund 1.520 Euro
9 bis 10 kWprund 1.410 Euro
10 bis 12 kWprund 1.290 Euro
über 16 kWprund 1.010 Euro

Finanztip nennt übliche Preise von 1.000 bis 2.000 Euro pro kWp ohne Speicher und rät, nicht mehr als 1.600 Euro pro kWp zu zahlen.2

Preise für den Stromspeicher je kWh

Auch beim Speicher sinkt der Preis pro Kilowattstunde mit der Größe. Aus 70 ausgewerteten Angeboten ergibt sich laut Verbraucherzentrale:1

SpeichergrößeDurchschnitt pro kWh
4 bis 6 kWhrund 510 Euro
6 bis 8 kWhrund 480 Euro
8 bis 10 kWhrund 410 Euro
10 bis 12 kWhrund 390 Euro
12 bis 16 kWhrund 360 Euro

Rechenbeispiel für ein Einfamilienhaus

Ein Haushalt verbraucht 4.000 kWh Strom im Jahr, auf dem Dach ist Platz für 10 kWp. Die HTW Berlin empfiehlt als Faustregel höchstens 1,5 kWh nutzbare Speicherkapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch und höchstens 1,5 kWh je kWp, der kleinere Wert gilt. Hier sind das maximal 6 kWh.3

  • PV-Anlage 10 kWp × rund 1.410 Euro = rund 14.100 Euro
  • Speicher 6 kWh × rund 480 Euro = rund 2.900 Euro
  • zusammen grob 17.000 Euro, ohne Umsatzsteuer

Das ist eine Rechnung mit Durchschnittswerten, kein Angebot. Ihr Preis hängt von Dach, Leitungswegen, Zählerschrank und den gewählten Geräten ab.

Lohnt sich der Speicher?

Laut Verbraucherzentrale lohnt sich ein Batteriespeicher für Privathaushalte meist, vor allem weil mehr eigener Strom selbst verbraucht wird. Der Autarkiegrad kann von etwa 25 bis 30 Prozent auf bis zu 70 Prozent steigen. Die Lebensdauer schätzt sie auf 10 bis 15 Jahre.4 Größer ist dabei nicht automatisch besser: Ein zu großer Speicher wird im Winter kaum voll und kostet mehr, als er bringt. Wie Sie einen Speicher später ergänzen, steht im Ratgeber Stromspeicher nachrüsten.

Steuern und Pflichten 2026

  • Umsatzsteuer: Lieferung und Installation von PV-Anlagen und Speichern auf Wohngebäuden sind mit 0 Prozent belegt, bis 30 kWp gelten die Voraussetzungen automatisch als erfüllt.5
  • Einkommensteuer: Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp je Wohneinheit sind steuerfrei, insgesamt bis 100 kWp je Steuerpflichtigem.6
  • Register: Anlage und Speicher müssen innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme ins Marktstammdatenregister.7
  • Einspeisung: Neue Anlagen ohne Smart Meter und Steuerbox dürfen nur 60 Prozent ihrer Leistung einspeisen, ab 7 kWp sind beide Pflicht.8
  • Vergütung: Für Anlagen mit Inbetriebnahme vom 1. August bis 31. Dezember 2026 zahlt das Netz bei Teileinspeisung 7,70 Cent pro kWh bis 10 kWp, für 20 Jahre.9 Für 2027 plant die Bundesregierung Änderungen, beschlossen ist das noch nicht.
  • PV-Pflicht in Baden-Württemberg: für neue Wohngebäude seit Mai 2022 und bei grundlegender Dachsanierung seit 2023.10

Was in Bad Saulgau dazukommt

In der Kernstadt ist bis Ende 2026 die Stadtwerke Bad Saulgau Netzbetreiber, ab 1. Januar 2027 die Thüga Energienetze. Den Antrag für die PV-Anlage stellt dort der Installateur über das Netzanschlussportal.11 In den Teilorten und in vielen Nachbarorten ist die Netze BW zuständig. Diese Anmeldung, die Fertigmeldung und den Registereintrag übernehmen wir für unsere Kunden.

Kurze Fragen zu PV und Speicher

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie einfach kurz durch.

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Was kostet eine PV-Anlage mit 10 kWp?

Laut Verbraucherzentrale lag der Durchschnitt bei 9 bis 10 kWp bei rund 1.410 Euro pro kWp, also rund 14.000 Euro ohne Speicher.

Was kostet ein Stromspeicher?

Je nach Größe im Schnitt rund 360 bis 510 Euro pro kWh laut Verbraucherzentrale. Größere Speicher sind pro kWh günstiger.

Wie groß sollte mein Speicher sein?

Die HTW Berlin empfiehlt höchstens 1,5 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch und höchstens 1,5 kWh je kWp. Der kleinere Wert gilt.

Zahle ich Mehrwertsteuer auf die PV-Anlage?

Auf Wohngebäuden nicht. Lieferung und Installation von PV-Anlagen und Speichern sind dort mit 0 Prozent Umsatzsteuer belegt.

Wer meldet die Anlage an?

Die Anmeldung beim Netzbetreiber stellt der Installateur. Den Eintrag ins Marktstammdatenregister muss es innerhalb eines Monats geben, auch das übernehmen wir.

PV mit Speicher geplant?

Schicken Sie uns Ihren Jahresverbrauch und ein Foto vom Zählerschrank. Sie bekommen in der Regel innerhalb von 24 Stunden eine Rückmeldung.

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