01520 7590696
Wallbox mit angestecktem Ladekabel an einer Betonwand

Ratgeber · Wallbox-Leistung

Wallbox 11 oder 22 kW: Welche Leistung brauche ich?

Bordlader, Ladezeit, Hausanschluss und Netzbetreiber: woran sich die richtige Ladeleistung entscheidet. Stand November 2026.

Zum Ratgeber Wallbox-Leistung prüfen lassen

Foto Wallbox: Matti Blume, Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0, zugeschnitten und links um Wandfläche ergänzt

AE Automation & Elektro, Bad Saulgau · Ansprechpartner Emirhan Arslan, staatlich geprüfter Techniker · Stand: 1. November 2026

Kurz gesagt

Für die meisten Haushalte reicht eine 11-kW-Wallbox. Sie lädt jedes E-Auto über Nacht voll und muss beim Netzbetreiber nur gemeldet werden. Eine 22-kW-Wallbox bringt nur etwas, wenn Ihr Auto 22 kW Wechselstrom annimmt. Weil sie über 12 kVA liegt, braucht sie nach § 19 NAV vorher die Zustimmung des Netzbetreibers.

Was ist der Unterschied zwischen 11 und 22 kW?

Beide Wallboxen laden dreiphasig, also über alle drei Phasen Ihres Hausanschlusses. Der Unterschied liegt im Strom je Phase: Eine 11-kW-Wallbox lädt mit bis zu 16 Ampere je Phase, eine 22-kW-Wallbox mit bis zu 32 Ampere.1 Doppelte Stromstärke heißt doppelte Leistung, aber auch dickere Leitung, größere Absicherung und mehr Last am Hausanschluss.

Merkmal11 kW22 kW
Strom je Phasebis 16 Abis 32 A
NetzbetreiberMeldung vor InbetriebnahmeMeldung und Zustimmung
Auto muss können11 kW AC, das haben die meisten22 kW AC, nur ausgewählte Modelle

Quellen der Tabelle sind der ADAC1 und § 19 der Niederspannungsanschlussverordnung.2

Welche Leistung kann mein Auto überhaupt laden?

Das entscheidet der Bordlader, also das Ladegerät im Auto. Er wandelt den Wechselstrom aus der Wallbox in Gleichstrom für die Batterie. Laut ADAC bestimmt immer das schwächste Glied die Ladegeschwindigkeit: Wallbox, Ladekabel oder Bordlader.1 Nimmt Ihr Auto nur 11 kW an, lädt es an einer 22-kW-Wallbox keinen Deut schneller.

22 kW Wechselstrom können laut ADAC nur ausgewählte Modelle, darunter Renault Zoe, mehrere BMW wie iX, i5 und i7, einige Mercedes der EQ-Reihe, Audi e-tron GT und Porsche Taycan, teils nur gegen Aufpreis.1 Die Angabe finden Sie in den technischen Daten Ihres Autos unter AC-Ladeleistung.

Wie lange dauert das Laden mit 11 und mit 22 kW?

Als Faustformel nennt der ADAC: Akkugröße in kWh geteilt durch Ladeleistung in kW. Eine 40-kWh-Batterie ist an 11 kW in rund 5,5 Stunden voll, eine 50-kWh-Batterie an 22 kW in rund 2,3 Stunden.1 Im Alltag laden Sie aber selten von null auf hundert. Wer abends mit halbvollem Akku heimkommt, hat mit 11 kW am Morgen längst wieder genug.

Bei den Ladeverlusten liegt die 11-kW-Wallbox weit vorn gegenüber der Haushaltssteckdose. Der ADAC hat an fünf Autos gemessen: an der Wallbox mit 11 kW gingen 5,1 bis 7,0 Prozent verloren, an der Steckdose 12,7 bis 24,2 Prozent. Mit 22 kW ließ sich nur ein Testauto laden, es verlor 6,7 Prozent.3 Der Unterschied zwischen 11 und 22 kW ist also klein.

Muss eine 22-kW-Wallbox genehmigt werden?

Jede Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge müssen Sie dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme mitteilen. Liegt die Summen-Bemessungsleistung aller Ladeeinrichtungen über 12 kVA je elektrischer Anlage, braucht die Inbetriebnahme zusätzlich seine vorherige Zustimmung. Dafür hat er zwei Monate Zeit.2 Eine 11-kW-Wallbox bleibt unter dieser Grenze, eine 22-kW-Wallbox liegt darüber. Achtung: Auch zwei 11-kW-Wallboxen am selben Hausanschluss kommen zusammen über 12 kVA.

Ganz ablehnen darf der Netzbetreiber seit 2024 kaum noch. Wallboxen über 4,2 kW gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Er darf sie bei Engpässen kurz auf 4,2 kW drosseln, Sie zahlen dafür weniger Netzentgelt.4 Laut ADAC dürfen Netzbetreiber den Anschluss deshalb nicht mehr wegen einer möglichen Überlastung des Netzes verweigern oder verzögern.1 Die Netze BW, zuständig in den Teilorten von Bad Saulgau, verzichtet bei privaten Wallboxen nach eigener Aussage unabhängig von der Leistung auf eine vorherige Genehmigung.5 Wie die Anmeldung in der Kernstadt und ab 2027 bei der Thüga läuft, steht im Ratgeber Wallbox anmelden in Bad Saulgau.

Reicht mein Hausanschluss für 22 kW?

Das ist die eigentliche Frage. 32 Ampere je Phase als Dauerlast sind viel, besonders wenn Wärmepumpe, Herd und Durchlauferhitzer gleichzeitig laufen. Die Netze BW nennt die Prüfung, ob der Hausanschluss die Dauerladeleistung trägt, ausdrücklich als Aufgabe der Elektrofachkraft. Reicht er nicht, muss vorab eine Leistungserhöhung beantragt werden.5 Auch Zuleitung und Zählerschrank müssen für die höhere Last ausgelegt sein. Was das kosten kann, steht im Ratgeber Was kostet eine Wallbox mit Installation?

Beim Gerät selbst ist der Unterschied kleiner, als viele denken. Laut ADAC hängt der Preis einer Wallbox vor allem von Hersteller und Ausstattung ab, kaum von der Ladeleistung.1

Wann lohnt sich eine 22-kW-Wallbox?

  • Ihr Auto kann 22 kW AC: Sonst bringt die höhere Leistung nichts.
  • Das Auto steht oft nur kurz: etwa bei Außendienst, Schichtarbeit oder einem Firmenwagen, der mittags nachladen muss.
  • Mehrere E-Autos teilen sich einen Ladepunkt und müssen nacheinander voll werden.
  • Hausanschluss und Netzbetreiber spielen mit.

Trifft keiner dieser Punkte zu, empfiehlt der ADAC die 11-kW-Wallbox: günstiger in der Installation, ohne Zustimmungsverfahren und schonender für den Akku.1 Eine gute Zwischenlösung ist eine 22-kW-Wallbox, die zunächst auf 11 kW begrenzt angemeldet wird. Für Überschussladen mit Sonnenstrom zählt ohnehin eher die untere Leistungsgrenze.

Wie gehen wir in Bad Saulgau vor?

Wir sehen uns Hausanschluss, Zählerschrank und Leitungsweg an und fragen nach Ihrem Auto und Ihrem Alltag. Danach empfehlen wir die Leistung, die zu Ihnen passt, und übernehmen die Anmeldung. Wir verkaufen Ihnen keine 22 kW, die Ihr Auto nicht nutzen kann. Mehr zur Wallbox-Installation in Bad Saulgau auf unserer Leistungsseite.

Kurze Fragen zur Wallbox-Leistung

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie einfach kurz durch.

Kurz anrufen
Reicht eine 11-kW-Wallbox für mein E-Auto?

Für die meisten Haushalte ja. Eine 40-kWh-Batterie ist an 11 kW laut ADAC in rund 5,5 Stunden voll, über Nacht also problemlos. Viele E-Autos können zu Hause ohnehin nicht mehr als 11 kW Wechselstrom aufnehmen. Der ADAC empfiehlt die 11-kW-Wallbox deshalb als Standard für das Einfamilienhaus.

Lädt mein Auto an einer 22-kW-Wallbox schneller?

Nur wenn der Bordlader im Auto 22 kW Wechselstrom annimmt. Laut ADAC bestimmt immer das schwächste Glied aus Wallbox, Kabel und Bordlader die Ladegeschwindigkeit. Kann Ihr Auto nur 11 kW, lädt es an der 22-kW-Wallbox genauso schnell wie an einer 11-kW-Wallbox.

Ist eine 11-kW-Wallbox genehmigungspflichtig?

Nein, sie muss dem Netzbetreiber nach § 19 NAV nur vor der Inbetriebnahme mitgeteilt werden. Eine Zustimmung braucht es erst, wenn die Summe aller Ladeeinrichtungen am Hausanschluss über 12 kVA liegt. Das ist bei einer 22-kW-Wallbox der Fall oder bei zwei 11-kW-Wallboxen am selben Anschluss.

Darf der Netzbetreiber eine 22-kW-Wallbox ablehnen?

Kaum noch. Seit 2024 gelten Wallboxen über 4,2 kW als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Der Netzbetreiber darf sie bei Engpässen kurz auf 4,2 kW drosseln, laut ADAC aber den Anschluss nicht mehr wegen möglicher Netzüberlastung verweigern. Die Netze BW verzichtet bei privaten Wallboxen sogar ganz auf eine vorherige Genehmigung.

Kostet eine 22-kW-Wallbox mehr als eine mit 11 kW?

Beim Gerät kaum, laut ADAC hängt der Preis vor allem von Hersteller und Ausstattung ab. Teurer wird oft die Installation: Für 32 Ampere je Phase braucht es eine stärkere Zuleitung und Absicherung, manchmal einen Umbau am Zählerschrank oder eine Leistungserhöhung am Hausanschluss. Das prüft der Elektriker vor Ort.

Welche Wallbox passt zu Ihrem Haus?

Schicken Sie uns Ihr Automodell und ein Foto vom Zählerschrank. Sie bekommen in der Regel innerhalb von 24 Stunden eine Rückmeldung.

01520 7590696 wählen Wallbox-Leistung prüfen lassen

Jetzt anfragen